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10.11.2012

Legal, aber nicht legitim - Prof. Querulx' Aphorismen


„Ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen“, meinte einst Heinrich Heine. Und Prof. Querulix ergänzt: „Zitate sind Anleihen auf die Erfahrungen, das Wissen und die Urteile anderer, die wir, ohne Sicherheiten dafür leisten zu müssen, auf eigenes Risiko aufnehmen.“ Zitate dekorieren demnach einerseits den Redner und seine Rede. Andererseits sind sie willkommene Helfer und Stützen der Argumentation.



Es kann deshalb denen, die mit dem gesprochenen Wort überzeugen wollen, nicht schaden, über einen guten Schatz von Zitaten zu verfügen, aus dem sie bei Bedarf gezielt und – vor allem – sparsam schöpfen können. Daß sie Zitate stets in eigener Verantwortung und unter Wahrung der Rechte der Urheber verwenden, sollte sich von selbst verstehen. Der Querdenker, Aphoristiker und Satiriker Prof. Querulix äußert sich regelmäßig zu Fragen der Zeit und den Antworten, die Politik darauf gibt oder geben sollte. In einer kleinen Reihe von Zitaten-eBooks veröffentlicht er bei READ - Rüdenauer Edition Autor Digital Aphorismen, spöttische Definitionen, geistreiche Gedankensplitter, entlarvende Charakterisierungen, freche Verse und zeitkritische Lyrik – Lektüre zum Schmunzeln, Drübernachdenken, An- und Aufregen. Ein Beispiel: Cleverer Ausweg Legitim ist manches nicht worauf der Mensch erpicht. Doch in seiner Seelenqual findet er den Weg der Wahl: was legitim nicht geht, geht ja oft legal!



Dieses kleine Gedicht wurde durch Beobachtungen und Erfahrungen des Autors im alltäglichen menschlichen Rudelkampf inspiriert. Wer mit wachen Sinnen beobachtet, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wie skrupellos immer häufiger Menschen ihre Mitmenschen belügen und betrügen, austricksen, abzocken, gebecoen, und für dumm verkaufen, und wie scheinheilig sie sich dann noch damit rechtfertigen, es sei doch alles legal. In der Tat: Unsere Rechtsordnung läßt viel Spielraum für illegitimes Handeln im legalen Gewand. Und wenn dieses zu eng wird, dann wird eben solange daran herumgezogen bis es paßt. Das Theater um die Bewältigung der Banken- und Staatschuldenkrise ist ein trauriges Beispiel dafür. Unter den Politikern finden wir für dieses Verhalten heutzutage leider die allerbesten schlechten Vorbilder. Und sie motivieren durch ihr Verhalten immer mehr moralisch nicht gefestigte Zeitgenossen zur Nachahmung. Das peinliche Hickhack um die sogenannten Nebeneinkünfte der Parlamentsabgeordneten sind eines von zahlreichen Beispielen. Vollkommen legal nahm der sozialdemokratische Kanzlerkandidat Steinbrück zwischen 2009 und 2012 rund 1,25 Millionen Euro Vortragshonorare ein. Soweit, so gut. Leider wissen wir aber nicht, aus welchen Quellen die Honorare stammen und können uns deshalb auch kein Bild über mögliche Abhängigkeiten dieses Abgeordneten von Sonderinteressen machen. Auch ist zu bezweifeln, ob jemand, der im Zeitraum von 2009-2012 annähernd 300 Vorträge an den verschiedensten Orten gehalten hat, in der Lage ist, sein Abgeordnetenmandat pflichtgemäß im Interesse des Allgemeinwohls wahrzunehmen. Es wird höchste Zeit, die Abgeordneten strikt auf das Allgemeinwohl zu verpflichten und dazu Kriterien als Zielgrößen und Handlungsmaßstäbe zu definieren, die unabhängig von Parteiinteressen sind. Als erste Maßnahme dazu sollte den Parlamentariern vorgeschrieben werden, sämtliche Nebeneinkünfte betragsgenau und unter Benennung der Quelle anzugeben und zu veröffentlichen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht, zu erfahren, wer ihre Abgeordneten außer ihnen noch bezahlt – und sie damit nach aller Erfahrung der größten Gefahr aussetzt, von Sonderinteressen abhängig zu sein. „Wes‘ Brot ich eß des Lied ich sing‘“ sagt der Volksmund und liegt mit seiner Jahrtausende alten Erfahrung sicherlich nicht so ganz verkehrt. Die Lebenserfahrung sprich nun einmal klar dagegen, daß einer einen Abgeordneten uneigennützig bezahlt. Wer seine Nebeneinkünfte, die – wie wir am Beispiel Steinbrück sehen – durchaus auch Haupteinkünfte sein können, nicht offenlegen kann oder will, hat deshalb im Parlament nichts zu suchen.






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